Gib dem Fairplay eine Chance

Die Olympischen Spiele in Rio 2016

14.8.2016          Dabei sein war alles!

Passt. Wenn es das Ziel war, dann wurde es erreicht. Mir wäre es als Athlet und Trainer zu wenig. Ich stelle fest, dass ich schon vor Jahren, die neuerliche Misere vorhergesagt hatte. Und ich sage sie auch für 2020 voraus wenn …

 1. Die SpitzensportlerInnen und deren Umfeld nicht geschlossen aufstehen und mit Forderungen an das Österr. Sportsystem herantreten.

2. Wenn es weiterhin unzählige Töpfe gibt, die da gegen „Projekte“ anzuzapfen sind, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.

3. Die Verbände weiter keiner wirksamen Kontrolle unterliegen, die dargelegten Konzepte bzw. Projekte nicht auf ordnungsgemäße Umsetzung überprüft werden.

4. Langfristige Aufbauarbeit zugunsten des Projektes „Olympia“ unter die Räder kommt.

5. Weiterhin 3 oder mehrere Systeme dahinwerkeln, was 1 System prima hinkriegen würde (Stimmt, ich meine die Dachverbände in Ö, die sich kein anderes Land auch nur annähernd leistet).

… man müsste also die Ärmel  hockrempeln, Klartext reden, verändern, neu starten … und das in Österreich.

Es gäbe zahlreiche vergleichbare Länder, bei denen man sich erfolgreiche Förderrichtlinien abschauen kann. Zu viel verlangt, wenn man dabei möglicherweise am eigenem Stuhl sägt …  ? Anscheinend.

Zu Badminton: Hier ist die Olympiaqualifikation schon ein wirkliches  Dilemma. Man darf als schwaches Land dann wählen, ob man sich in noch schwächeren Ländern Weltranglisten-Punkte abholt, ist aber dann bei den Spielen bei jedem Punkt  überrascht, dass es außer Reagieren und Rackern, auch Tarnen und Täuschen (... im Spielfeld) gibt.

Die andere Wahl  in Österreich wäre die, ohne Olympischen Spiele gewesen. Dann, wenn man das Niveau in Österreich, mit unterschiedlichen Trainingspartnern und stark besetzten Turnieren langfristig  angehoben hätte. Auf breiter Basis, transparent mit individueller Hilfestellung (siehe etwa vergleichsweise Schweiz). Da wären in vielleicht 8 Jahren, Olympische Spiele mit österr. Beteiligung, auch über gut besetzte Turniere wieder möglich.

Als Verantwortlicher des ÖBV würde ich jetzt nach einem Resümee der letzten 8 Jahre verlangen.

-          Was war angedacht – was wurde daraus.

-          Was war gut - was schlecht.

-          Wo waren wir, wo sind wir, wohin geht es.

Ich stelle abschließend fest, dass es sicher Strapazen waren, für eine Olympiaqualifikation 11x um den Erdball, in zum Teil unsichere Länder zu reisen, dabei auf gut besetzte Turniere in Nachbarländern verzichtet, um die geforderten Weltranglistenpunkte zu erreichen.

Es hat den Ö-Badmintonsport viel gekostet. Nicht nur Geld. Und, man möge mir es glauben oder nicht: Für die SportlerInnen habe ich auf ein gewonnenes Spiel gehofft.

Vielleicht schafft es ÖOC-Präsident Karl Stoss, das Geflecht des Österr. Sports tatsächlich zu entwirren. Er möchte es, wie ich seinen Stellungnahmen entnehme. Ich drücke dafür die Daumen und wünsche mir Offenheit bis ins Detail.

Erste Stellungsnahmen ...

Eine Woche nach meiner Analyse:

Herr Schröcksnadel hat die Problematik aber auch schon vor 4 Jahren erkannt ...