Gib dem Fairplay eine Chance

OGH-Urteil ein Schlag ins Gesicht ...

Dieses OGH-Urteil ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden engagierten Betreuers, der ganz sicher selbst weiß, dass er bei mehr als 6-8 Kindern im Unterricht "Bewegung", keine Chance auf absolute Sicherheit für die Kinder hat.

Auch wenn der OGH nun behaupten würde, dieses Urteil als Anlaß nehmen zu wollen um etwas zu verändern, zu verbessern, so sind nunmehr jene Lehrkörper bis dahin bestätigt, die "Dienst nach Vorschrift" machen, was bedeuten müsste:

 "Turnunterricht unmöglich, Kinder an deren Sessel fixieren und verkümmern lassen."

Wie schnell die Politik in Ö und ja, vermutlich auch anderswo - aber bestimmt nicht überall - ist, dürfte bekannt sein. Einstweilen wären damit Fettleibigkeit samt Folgeschäden gefördert.

Neben dem persönlichen Dilemma: Die Volkswirtschaft wird diese Entwicklung finanziell nicht stemmen können ...

Man ist geneigt, den Klägern bewegungsunfähige Kinder zu wünschen, aber was bitte, was können die, für vielleicht "bewegungsunfähige" Eltern?

Liebe Betreuer im Sport oder sonstwo! - Wir fühlen uns zu Recht seit Jahrzehnten von der Politik im Stich gelassen, mißbraucht. Je engagierter wir Kinder von Handy und dgl., aber auch von der Straße abholen, umso mehr sind wir Bittsteller in einem zutiefst verkrusteten System und wie man sieht, "mit einem Fuß im Häfn".

Selbstverständlich! Es ist auch unsere Schuld, da wir dagegen nicht aufstehen und immer brav versuchen, an die verschiedensten Fördertöpfe zu kommen. Wer den Mund aufmacht, findet keine Gnade, weiß "der Profi" ...

... na da bin ich jetzt gespannt, was das OGH-Urteil dagegen ausrichtet ... :-/

Jedenfalls, hört nicht auf. Ihr - die unsere Jugend in Schulen und Vereinen - hauptberuflich oder ehrenamtlich - fördert, seid tatsächlich die Wertvollsten, die Wichtigsten in einer immer egoistischeren, schamlosen Welt.