Gib dem Fairplay eine Chance

Neonazis, wieso?

... genau diese Frage stelle ich mir seit Jahren. Wo treten sie vermehrt in Erscheinung, wo sind sie daheim. Meine subjektive Meinung:


Grundsätzlich sind es unzufriedene Menschen, die vertanen Möglichkeiten oder Träumen nachtrauern, die aber auch versuchen, „nützlich“ zu sein, jetzt als Schützer der Nationen antreten zum Beispiel …

Stark und/oder auch trotzig machten sie die Regierungen, vorrangig mit der seit Jahrzehnten unausgewogenen Sozialpolitik, der immer größer werdenden Einkommensschere, … dem Fehlen der Chancengleichheit.

Ich will gar nicht auf die Fehler der einzelnen Nationen eingehen, wo Macht, Gier und Korruption eine große Rolle spielen und Regierungen täglich Angriffsmöglichkeiten „anbieten".

Gehen wir zu einem Land, das in vielerlei Hinsicht Vorbild für mich und wohl für viele andere Menschen ist oder werden sollte. Dänemark. Wenn es da zu Neonazi-Demos kommt dann nur, weil diese aus Deutschland oder sonstwoher anreisen. Da muss also einiges richtig gemacht werden.

Beginnen wir damit, dass in diesem Land die Einkommensschere zum Beispiel zwischen Akademiker und Arbeiter gesetzmäßig, sozial mehr als vertretbar ist. Da sieht man nicht an jeder Ecke die Superreichen, die sich vom Rest der Welt abheben wollen oder eine „High Society“, eine "Elite" die keine ist.

Da steht Bildung für alle ganz oben auf der Prioritäten-Liste der Politik und ob im Sport oder im Bereich der Kunst, beides wird akribisch-professionell gefördert wie in keinem anderen Land. Gelder für den Sport kommen auch beim Sportler an … nur als Beispiel.

Da wird keinem Jugendlichen "fad im Kopf", bei diesen Angeboten. Dänemark hat stolze Bewohner und das zu Recht. Hier wird Teamgeist gefördert, ohne diesen zu fordern. Das macht stark.

Und da gibt es auch Gesetze,  die für alle gleich sind, zumindest gleicher als anderswo und diese werden auch  nicht unterschiedlich sanktioniert …

Vielleicht ist nicht alles perfekt, aber das Land, das Wohl des Landes hat für die dänischen Politiker tatsächlich Priorität.
Wo man auch nationale Züge erkennen möchte, so ist das - genau - im Bereich der Flüchtlingspolitik. Hier bin ich aber positiv optimistisch, dass Dänemark so viele Menschen in sein Land lassen wird, wie sie auch garantiert integrierbar sind.

Zurück zu uns: Ich verstehe nicht, dass Parteien, Jahrzehnte bis zuletzt an der Macht, plötzlich das seit langem Unausgewogene erkennen, anprangern, verteufeln. So ganz ohne Selbstkritik, Selbstreflexion,  … das Volk für dumm verkaufend. Das Volk ist nicht dumm, vielleicht zornig und in der Zwischenzeit weit über das Ziel schießend.


Ich sehe notgedrungen jetzt eine Chance darin, dass nun rechtspopulistische Parteien Verantwortung übernommen haben. Sie wurden von vielen „Zurückgelassenen“ gewählt und genau diese müssen nun erkennen, dass sich für sie nichts „zum Besseren“ wendet. Das wäre die Gelegenheit für "endlich doch wieder ehrliche Politik". Wenn man erkennt.

Ich hatte nie gedacht, dass der Mensch, dass wir so schnell vergessen, so schnell immer und immer wieder auf Opportunisten setzen. Aber ja, es gibt eben zu Viele, die sich im Stich gelassen fühlen.

 

Fragen, die ich mir auch oft stelle:


Sollten Regierungen mittlerweile nicht Reagierungen heissen?

Gibt es eigentlich keine Kriege, wenn in allen Ländern Neonazis - also Brüder, Gleichgesinnte - an der Macht wären?

Kann Hass tatsächlich auch zum großen Glück führen?

Fühlt man sich gut, wenn man Handlanger von Machenschaften ist?

Geht den Superreichen eigentlich das „kleine Beisl“ ab?